Design

DIE RHETORIK DER REPRODUKTION VON KOMMUNIKATIONSDESIGN IM DIGITALEN RAUM

Leon Reeb

Kommunikationsdesign Bachelor

Prof. Valentin Wormbs,
Prof. Jochen Rädeker

ausgestellt im 3. Obergeschoss

Seit dem Aufkommen des Internets ist es möglich, gestalterische Werke aus aller Welt, jederzeit und überall digital abzubilden und zu betrachten. Möchte man ein Werk präsentieren, das nicht unmittelbar in diesem medialen Kontext stattfindet, muss die Arbeit hierfür reproduziert – wieder hervorgebracht – werden. Sei es für eine Bewerbung, zur Akquise oder persönlichen Archivierung – als Kommunikationsdesigner*in gibt es zahlreiche Gründe, die eigene Arbeit zu reproduzieren und auf einem digitalen Medium bzw. Kanal wie einer Website, PDF, auf Instagram o. ä. zu speichern.

Das Reproduzieren gestalterischer Werke und der damit verbundenen Prozesse sowie das anschließende Kuratieren dieser Inhalte auf bestimmten Kanälen wirkt auf die Wahrnehmung der Betrachter*in bezüglich der Werke und ihrer Schöpfer*innen. Die Reproduktion ist ein rhetorischer Akt.

Ein Akt bei dem sich die Schöpfer*in einerseits durch das Verwenden bestimmter Codes zu einer Gruppe bekennt und andererseits versucht, die Betrachter*innen für sich zu gewinnen, um sie von dem Werk bzw. der eigenen Person zu überzeugen. In dieser Arbeit wurden Reproduktionen verschiedener Designer*innen, Studios und Agenturen betrachtet und auf Basis rhetorischer Stilmittel eingeordnet. 

Dieser Versuch dient dazu, einen Überblick über mögliche Darstellungsweisen zu zeigen. Parallel wurden Schaubilder angefertigt und Texte verfasst, welche den Reproduktionsprozess und seine Eigenschaften weiter veranschaulichen. Im praktischen Teil entstanden zunächst Reproduktionen eines Papierblatts und schließlich eines Blindbandes, welcher mittels Bildbearbeitung um die genannten Schaubilder und Texte ergänzt und in digitale Kanäle sowie in ein Magazin zurückgeführt wurde.

Chaos Q&A

Welche Sticker hast du auf deinem Laptop?

Keine

Benannte Ebenen oder alles auf einer?

Meist unbenannte Ebenen.

Lieblingsort auf dem Campus?

Siebe, Kicker, Keller.

Wo siehst du dich nach dem Studium?

Mal sehen.